Welcome to the Djungle

Montag, 03.12.2012

Jungle Tag 1 – Samstag

Am morgen um 10 fährt unser non-touristic Bus von Cusco nach Paucartambo. Dieser Ort ist relativ klein und liegt mitten in den Bergen. Eigentlich wollten wir von hier direkt weiterfahren, weil eine peruanische Band allerdings den kompletten Bus blockiert müssen wir 3 Stunden warten.  Danach beginnt die Abfahrt aus den Bergen in den Djungle. Als wir später schon bei Dunkelheit eine kurze Pinkelpause machen hört man im Djungel schon die Geräusche eines Jugels, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. In Pillcopata angekommen machen wir uns zunächst auf die Suche nach einem Hotel.

Pillkopata

Dabei fehlt auf, dass es in dem Ort irgendeine starke, billige Droge geben muss. Alle sind irgendwie abewesend und auch der Besitzer unseres Hostels

Unterkunft Pilkopata

muss dreimal gefragt werden bis er den Zimmer schlüssel aus der Tasche holt. Es ist schon so heiß und stickig, dass wir nach kurzem Imbiss schlafen gehen.

 

Jungle Tag 2 – Sonntag

Morgens stehen wir schon sehr früh auf, um schnellstmöglich einen Bus  Djungeltanke nach Atalaya Porte zu finden. Nach kurzem Suchen finden wir einen einheimischen der bereit ist uns dorthin zu fahren. Auf dem Weg kommen wir an einem Zoo vorbei und der Bus bleibt einmal in der Straße stecken.

Djungelbus

Trotzdem kommen wir nach Atalaya und finden den Hafen schnell. Da wir ein Boot für uns alleine mieten müssen dauert es etwas bis wir uns auf einen Preis einigen können. Für gute 100 Euro macht scih das Boot schließlich 5 Stunden auf den Weg mit uns in den Urwald nach Boca Manu.

Atalaya Porte

Auf dem Weg machen wir immer wieder bei Urwald Comunidads halt, um Bootsmotoren und andere Luxusgüter aus der Zivilisation vorbeizubringen.

Leider setzt irgendwann der Regenwald Regen aus der Regenzeit ein und wir sind doch einigermaßen als wir nach 5 spannenden Stunden auf dem Fluss Boca Manu erreichen. Dies ist eine kleine Urwaldsiedlung mit ca. 300 Einwohnern. Es gibt sogar ein Restaurant, die Besitzer sagen uns aber, dass sie obwohl geöffnet die nächsten Tage kein Essen verkaufen werden. Also kochen wir auf dem Herd einer Einheimischen Spaghetti mit Wasser aus der Regentonne.

Kommt ein Vogel geflogen

Danach spreche ich mit einigen Bewohnern des Dorfes und wir bieten 15 Soles, falls es jemand gelingen sollte uns eine Tarantula im Urwald zu zeigen. Zu diesem Zweck machen wir uns dann in der Nacht mit einem Einheimischen zu einer Nachtwanderung durch den Jungel auf.

Nachtwanderung

Wir sehen zwar riesige Frösche und kleine, tödliche Spinnen, aber keine Tarantula.

Jungle Tag 3 – Montag

Am nächsten Morgen gehen wir zunächst mit einer Frau aus dem Ort zur Insel. Das ist eine Comunidad von Urwaldbewohnern, etwas eine halbe Stunde Fußmarsch von unserer Lodge entfernt.

Die Insel

Es ist sehr interessant zu sehen, wie die hier leben. Auf Nachfrage zeigt mir ein Einwohner eine Frucht, die essbar sein sollte. Beim Öffnen sehe ich aber lauter Würmer und verzichte deshalb.

Jungelfrucht mit Maden

Nach kurzer Zeit gehen wir zurück zu unsrer Lodge und machen uns dann mit dem Boot auf nach Colorado. Die 5 Stunden Bootsfahrt sind perfekt, denn heute scheint die Sonne und mit dem Fahrtwind ist es sehr angenehm.

Fluss mit Jungelhütte Flussidylle

Leider sehen wir keine Krokodile, dafür aber sehr schöne, unberührte Djungellandschaft. In Colorado, der Goldsucherstadt angekommen essen wir erst zu Mittag und fahren dann auf einem Pick-UP in Richtung Puerto Maldonado.

Da der Pickup schon voll ist, muss ich auf der Ladefläche mitfahren, was aber bei diesen Temperaturen ganz angenehm ist. Später nehmen wir noch einen andere Bus und kommen schließlich am späten Nachmittag in Puerto Maldonado an. Bis wir ein Hotel gefunden haben und alles eingerichtet ist es bereits Abend und wir gehen essen. Im Restaurant gibt es ein Thermometer und es sind bei Dunkelheit um sieben 32,5 Grad. Das fühlt sich aber Dank der Luftfeuchtigkeit viel schlimmer an. Da alle recht erschöpft sind gehen wir in unser Hostel. In meinem Zimmer hat es Saunatemperaturen und als ich auch noch eine handtellergroße Kakerlake sehe, beschließen wir unsere Matratzen auf das Dach zu legen und schlafen dort.

Jungle Tag 4 -  Dienstag

Vom Licht der Sonne werden wir früh morgens wach. Da Puerto Maldonado die Stadt der Motorräder ist leihen wir uns jeder ein Motorrad und fahren zum Bustickets für den Abend kaufen. Danach besuchen wir eine Schlangen-Auffangstation, wo ich mir sogar eine Boa um den Hals legen darf.

Anschließend geben wir die Mopeds zurück  und kaufen auf dem Markt Hängematten. Diese hängen wir oben auf dem Aussichtspunkt von Puerto auf und genießen den etwas kühlen Wind in dieser Höhe. Außer einem Besuch bei einem echten Schamanen außerhalb von Puerto Maldonado passiert den Tag über nicht mehr so viel, weil es so heiß ist. Im Park lerne ich allerdings einen Peruaner kennen, der bereit ist mit seinem Moped mit mir in den Djungle zu einer Stelle zu fahren, wo es Taranteln hat. Also treffen wir uns am Abend um halb sieben(für Taranteln muss es dunkel sein) und ich fahre hinten auf seinem Moped mit, während die andern warten. Der Peruaner kennt sich wirklich aus und führt mich zu Palmen, wo ich mehr als 5 Taranteln in verschiedenen größen seh.

Tarantel an der Palme

Er fängt sogar eine für mich ein. Als wir zurück Puerto Maldonado sind es es auch schon Zeit auf den Bus zu gehen. Obwohl der Jungel wie eine andere Welt und sehr spannend war, freue ich mich schon wieder auf das gemäßigte Klima in Cusco

Kindas wie die Zeit vergeht

Donnerstag, 22.11.2012

Jetzt bleiben mir nur noch knappe 7 Wochen in Peru. Meine Zeit in der Schule geht morgen schon zu Ende und der Abschied fällt mir schon ein bisschen schwer, weil ich einige der Kinder sehr lieb gewonnen habe.

Schule

Trotzdem werde ich auch weiterhin genug zu tun haben, hier in Peru. Ich habe seid ca. 3 Wochen angefangen in einem Waisenhaus mit zu arbeiten. Die Kinder sind, die dort Leben sind wirklich arm.

Sie bekommen immer nur Reis zu essen und dürfen das Waisenhaus wegen Fluchtgefahr nicht verlassen. Insgesamt Leben dort 25 Menschen, wovon zwei die Waisenhausmamas sind, eine behinderte Frau mit drei Kindern und eine Frau auf Drogenentzug.

Der Rest sind Waisen, die alle ihre großen und kleinen Probleme haben(Autismus, ADS, Lernschwäche usw.). Die Kinder freuen sich meistens schon, wenn wir sie in den Arm nehmen und ihnen etwas andere Unterhaltung, wie den Fernseher bieten.

Einmal habe ich mit ihnen Obstsalat gemacht, da war die Freude groß

.

Am Samstag geht es für mich noch einmal auf Reisen. Dieses Mal in den Jungle. Als ich die Reise buchen wollte, hat mir ein Peruaner eine grobe Schatzkarte aufgemalt mit der wir uns jetzt alleine auf den Weg machen.

Geplant ist eine Fahrt mit einheimischen Bussen in das Jungelgebiet Manu. Von dort wollen wir innerhalt von drei Tagen mit Kanus in ein anderes Jungelgebiet(Puerto Maldonado) fahren. Das wird bestimmt noch mal richtig spannend - Bericht folgt dann.

Ansonsten gibts nicht viel zu erzählen, mir gehts gut - ich hoffe euch auch.

Viele Grüße und auf bald.

Scheitern am Lares Trek

Sonntag, 04.11.2012

Diese Woche war in Peru der Donnerstag und der Freitag schulfrei, was ich gemeinsam mit meinen beiden Mitbewohnern nutzen wollte, um den Larestrek zu laufen.

Donnerstag Morgen machen wir uns auf und fahren mit dem Bus zuerst nach Calca und dann weiter nach Lares.

Hot Springs Lares

Von dort ist es eine halbe Stunde zu Fuß bis zu den heißen Quellen,

Mini Zelt

wo wir zuerst unser Zelt aufschlagen.Ein 2-Mann Zelt ist für 3 Personen wahnsinnig eng!!

Danach geht es schwimmen in den Hot Springs und dann lassen wir uns von Einheimischen bekochen und gehen schlafen. Fußballplatz im NirgendwoAm nächsten Morgen starten wir zeitig, finden aber zuerst den Weg. Nach mehrmaligem nachfragen klappt das aber und wir machen uns auf den Weg. Dieser ist wirklich schön, ohne Touristen und wir treffen immer wieder einheimische.

Wegelagerer

Auf dem Weg treffen wir auch zwei kleine Jungs, die uns um etwas Brot bitten. Wir geben ihnen etwas von unserem Proviant ab und sie sind uns sehr dankbar.

Ein vom Puma erlegtes Pferd

Später beginnt es leider zu regnen und wir werden sehr nass, bis wir das nächste Dorf erreichen. Das Dorf erinnert mit Regen und Nebel an das Setting aus Silent Hill.

In einer Dienda kocht man uns ein paar Spaghetti und danach beschließen wir aufzugeben, weil unsere meisten Sachen nass sind und es in der folgenden Nacht -15 Grad geben würde. Leider waren wir wohl schon zu weit in der Regenzeit für diesen Trail.

Also laufen wir wieder zurück nach Lares und nehmen von dort den Bus nach Calca. In Calca kommen wir erst um 9 Uhr abends an und nehmen uns deshalb ein Hostel. Am nächsten Morgen wird noch auf dem Markt gefrühstückt und eingekauft. Danach fahren wir auf der Ladefläche eines Pickups wieder zurück nach Cusco.

Schade, dass wir nicht den ganzen Trek machen konnten - aber ein schöner Ausflug war es trotzdem.

Born to be wild

Donnerstag, 01.11.2012

Bike und Berge

Nachdem ich hier in Peru mit viel Anstrengung meinen Motorradührerschein gemacht habe( Prüfer sind plötzlich beim Mittagessen, Krankenhäuser für Blutabnahme, der Fahrlehrer kommt 3 Stunden zu spät...) wollte ich unbedingt gebrauch davon machen. Also habe ich mich gemeinsam mit Niko für eine Motorradtour verabredet. Bei mir fährt hinten eine Mitbewohnerin mit, Niko fährt alleine bringt dafür aber noch den Groove Besitzer und seine Freundin mit. Gemeinsam leihen wir uns also 3 Honda Tornados mit 250 ccm und starten und unsere Tour. Am Anfang muss ich mich wahnsinnig konzentrieren, weil es mitten durch den Stadtverkehr und dann über eine gut befahrene Straße geht. Später biegen wir aber auf eine Schotterpiste ab und fahren in kleine Bergdörfer. Auf Serpentinen geht es immer weiter in die Berge bis an der höchsten Stelle der Hinterreifen von WIlly's Bike platt ist. Da wir keinen Handyempfang haben und nicht auf die Hilfe von Peruanern hoffen können, da wir uns in Gringofeindesland befinden,

Gringo Feindesland

bleibt uns nichts anderes übrig als mit dem platten Reifen zurück zu nächsten Werkstatt zu fahren. Während unser Reifen repariert wird fahren wir mit den zwei Motorrädern zu einem See und essen zu Mittag.

Zu dritt

Chillen am See

Danach können wir mit allen drei Motorrädern weiterfahren.

Als wir zwei Stunden später noch einmal ins Gelände gehen ist der Reifen von Willy sofort wieder platt und wir suchen die zweite Werkstatt an diesem Tag.

Pause

Danach bleiben wir erstmal auf der Straße und haben richtig Spaß. Erst auf dem Heimweg, Nico ist bereits weit voraus, beschließen wir noch einmal über das Gelände abzukürzen. Nach kurzer Zeit ist der Reifen wieder platt... Also fahre ich das Motorrad mit dem platten Reifen und Willy fährt ein Motorrad mit drei Leuten. Im Gelände ist es recht schwierig mit platten Reifen die Kontrolle zu behalten, doch als wir auf die Straße zurück kommen und es zu regnen beginnt wird es richtig schwierig.

Panne bei Nacht

Nach einiger Zeit geht dann auch noch mitten in der Pampa das funktionierende Moped aus und wir halten einen Bus an, um die beiden Frauen mitzunehmen. Danach versuchen wir irgendwie das Moped mit dem platten Moped anzuschieben. Nach kurzer Zeit kann ich es Rollen lassen, doch irgendwann kommt so eine starke Steigung, dass wir das Motorrad nicht mehr anschieben können. Also halte ich einen Traktorfahrer an, der Willy mit bis zur nächsten Tanke nimmt, um Benzin für das Moped zu holen. Damit er mich danach auch wieder finden kann, lasse ich das Licht von meinem Motorrad an, weshalb die Batterie leer ist als er zurück kommt. Also müssen wir das Motorrad anschieben und können dann irgendwann im Schneckentempo im Regen heimfahren.

Trotz dem etwas nervigen Ende ein richtig cooler Tag.

Gipfelsturm in Arequipa

Dienstag, 23.10.2012

Gipfelfoto mit Guide Dito

Besser spät als nie kommt nun der Bericht meiner Besteigung des Chachanis.

Nach dem ich mehrere Tage auf eine Tour gewartet habe, ist es heute jetzt so weit.

 

Der Jeep

Also geht es erstmal mit dem Jeep auf 5160m.

Übersicht

Auf dem Weg dahin können wir wilde Pequnas beobachten und ich schaffe es, mich so nah heranzuschleichen, dass es sogar ein gutes Foto gibt.

Pequnas

Auf 5160m angekommen gibt es für mich erstmal ein leckeres Gloria Joghurt und ich freue mich, weil Gloria bisher nie mit Stückchen war...

Nach etwas 1 1/2 Stunden marschieren mit schwerem Gepäck(knappe 20 Kilo) erreichen wir unser Basecamp und schlagen die Zelte auf.

Danach gehen wir schon um 5 schlafen, weil es richtig kalt ist und schon um 12 Uhr nachts losgegangen wird. In der Nacht bekomme ich starke Bauchschmerzen und leichte Kopfschmerzen... Es ist nicht besonders schön bei -15 Grad und extremen Wind ein Plumsklo zu benutzen, während der Magen verrückt spielt.

Plumsklo

Also kämpfen wir uns mit Kopflampen und bei -10 Grad durch die Schotter- und Kiesfelder des Chachanis. Meine Bauchschmerzen werden nicht besser und ich muss mich in regelmäßigen Abständen übergeben. Da mir mein Guide immer wieder versichert, dass ich keine Höhenkra

nkheit habe(er kontrolliert Augen und Lippen) gehe ich weiter. Da ich aber überhaupt kein Wasser zu mir nehmen kann, bin ich irgendwann komplett entkräftet und entscheide mich, aufzugeben.

 

Trotzdem motiviert uns der Guide erneut noch weiter zu gehen und wir kämpfen uns weiter 1 1/2 Stunden den Berg hinauf. Irgendwann kommen Floh und mir(er geht im gleichen Tempo wie ich) der Triathlet entgegen und berichtet wie toll es auf dem Gipfel ist, dass aber noch eine Stunde fehlen würde. Als der Guide uns dann sagt, dass die Zeit nicht mehr reicht und wir absteigen müssen, erhalte ich noch einmal einen Kraftschub und kann nach einer halben Stunde dieses Video drehen:

 

Danach bin ich so KO, dass ich beim Abstieg kurz einschlafe und vom Guide geweckt werde. Die Freude überwiegt aber, zumindest so lange bis ich im Basecamp feststelle, dass Gloria noch immer keine Stückchen in sein Joghurt tut. Das Joghurt ist 6 Wochen abgelaufen.

Der Weg zurück zum Jeep ist zwar noch ein Kampf, aber mir geht es schon viel besser und am Abend geht mein Bus zurück nach Cusco.

Hier noch das Foto vom A-Team. Mit 3 von 5 Gipfelstürmungen waren wir besser als die Durchschnittsquote von 40%.

Das A-Team

Es war gut, aber ich komme nicht wieder(-:

Gruss aus Arequipa

Sonntag, 30.09.2012

Dieses Mal nur eine kurze Meldung aus Arequipa ohne Bilder weil im Internetcafe verfasst. Gestartet bin ich am vergangenen Montag Abend mit dem Nachtbus nach Arequipa. Nach 11 Stunden fahrt bin ich gemeinsam mit einem Freund und seiner Freundin dort angekommen. Das erste, was ich beim Aussteigen sehe ist der 6000m Meter hohe Vulkan Chachani und mir ist klar: da muss ich hoch (-: was leider gar nicht so leicht werden soll, denn am Mittag klappere ich alle Agenturen ab, aber niemand hat eine Gruppe, der ich mich anschliessen kann. Also entscheiden wir uns am naechsten Tag zuerst in den Colca Canyon zu fahren. Wegen Schnee auf dem 4800m Hohen Pass kommen wir erst nach 7 anstatt 5 geplanten Stunden in Cobanaconde an und es ist bereits Nacht. Die erste Nacht verbringen wir in einem Hostel und machen uns am Morgen um 6 auf zum Cruz del Condor. Leider ist es so wolkig und kalt, dass wir keine Condore sehen. Danach wollen wir eigentlich mehre Stunden wandern, doch nach zwei Stunden wandern haben meine Begleiter genug und wir schlagen unsere Zelte in einer Oase auf. Da nun von der zeitlichen Planung fur den Bus nach Arequipa nur noch der gleiche Weg zuruck bleibt, entscheide ich mich in der nachsten Nacht um halb funf aufzustehen und die Runde alleine zu gehen. Gepaeck und 1400m Aufstieg verlangen mir soviel ab, dass ich am Abend in Arequipa nicht mehr den Mut habe, die Chachanibesteigung fur den naechsten Tag zu buchen. Leider habe ich fur Sonntag aber keinen Platz gefunden. Also bleibe ich jetzt noch bis Dienstag in Arequipa, mal schauen, was ich morgen noch so machen kann, aber Chachani muss sein...

Ich wünscht ich wär ein Huhn ... ähm nein doch nicht

Sonntag, 09.09.2012

Jetzt bin ich schon zwei Wochen in der Grundschule AVA in San Jeronimo. Bisher habe ich hauptsächlich eine Klasse begleitet und dem Lehrer so gut geholfen, wie ich kann. Nur Englisch mache ich ganz alleine, denn das haben die Kinder sonst gar nicht. Einer der wildesten Das mache ich inzwischen für vier verschiedene Klassen, also etwa die Hälfte der Zeit, die ich in der Schule  verbringe. Das ist richtig anstrengend, weil die wahnsinnig laut sind und es nicht immer leicht ist sie ruhig zu bekommen. Irgendwas fällt mir aber meistens ein. Die Schule ist ähnlich wie in Deutschland nur haben die Lehrer hier Peitschen. Ich aber natürlich nicht(bis jetzt ... (-: ). Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß und ist eine richtige Herausforderung.

Ein Highlight war letzten Freitag als ich zusammen mit einem Freund ein lebendiges Huhn gekauft habe. Mit dem Huhn in einer Tüte sind wir dann mit dem Bus zur Tierauffangstation gefahren und haben es den Pumas

Von dem hab ich meine Socken zum Fraß vorgeworfen. War gar nicht ganz so schlimm, wie man vielleicht denkt, aber schon irgendwie krass. Die Besitzer der Tierstation haben sich so über das Huhn gefreut, dass wir direkt zu einer Hochzeit eingeladen wurden und über Nacht geblieben sind, weil die Tierstation in den Bergen ist und da abends kein Bus mehr nach Cusco fährt. Die Einladung war aber voll das Glück, denn es gab Spanferkel, das peruanische Nationalgetränk Pisco Sour, Whiskey und Wein. Alpacaponcho, kostet 2000 Euro In traditionellen Trachten haben wir dann die ganze Nacht peruanisch getanzt und am Schluss auf dem Boden geschlafen(mit Schlafsack). Am Morgen gab es dann noch frischen Ananas Saft und wir sind wieder nach Cusco gefahren. Richtig cooler Abend und ein Huhn möchte ich auf keinen Fall sein.

Salkantay-Trek nach Machu Picchu

Sonntag, 02.09.2012

Salkantay-Trek 2012

 

Gruppenfoto am Salkantay PassTag 0 – Dienstag 21.08.2012

Es ist der Abend vor unserer Abfahrt. Dominik Kuhn hat sich entschieden mich auf dem Wanderweg „Salkantay“ nach Machu Picchu zu begleiten. Am Mittag habe ich mir noch ein Inlay für meinen Schlafsack gekauft, weil es teilweise unter -5 Grad geben soll und mein Schlafsack seinen Comfortbereich bei 5 Grad hat. Das Briefing für die Reise findet um sieben statt, wir müssen uns also einige Zeit mit Reis essen beschäftigen. Um sieben trifft uns dann ein Guide in der Reiseagentur „Friends of Nature“ und erklärt uns den groben Ablauf des Trips. Erst jetzt wird uns deutlich gesagt, dass wir für Getränke selber aufkommen müssen und deshalb Waterpurification Pills empfohlen werden. Wir müssen also noch in der Stadt umherlaufen und versuchen irgendwo diese blöden Pillen zu finden. Erst um neun bin ich dann daheim, packe etwas im Stress meine Sachen und lege mich schlafen. Bleiben nur noch 5 ½ Stunden.

Tag 1 – Mittwoch 22.8.2012

Um drei Uhr Nachts klingelt mein Wecker und wir machen uns mit dem Taxi auf zum Plaza de Armas, wo wir von unseren Guides im kleinen Bus abgeholt werden. Dann geht es im Bus 1 ½ nach Mollepata, von wo aus unser Trek starten wird. Die „Straße“ besteht am Schluss nur noch aus Schotter und links geht es so weit runter, dass ich lieber nach rechts schaue. In Mollepata gibt es dann erst mal Frühstück und dann geht es auch schon los(8:00 Uhr). Gemeinsam mit Guide, Trägerpferd und 13 anderen Wanderern machen wir uns an die ersten 5 Stunden wandern. Es geht wirklich Steil hoch und der Ausblick ist sehr gut. Gegessen wird an einem „Lunch Point“ zu dem unsere Köche schon voraus gesprintet sind und bei unserer Ankunft bereits für uns gekocht haben.

Danach geht es noch einmal 4 Stunden mäßig Steil, bis wir unser „Campside“ Tag Einsauf 3400m erreichen. Nach Kaba, Popcorn und Coca-Tee gibt es Abendessen und dann geht man auch schon wegen Müdigkeit und Kälte ins Bett. Nachts gibt es dann im Zelt -4 Grad, aber ich kann gut schlafen, mit Schlafsack und Inlay. Mein Begleiter Dominik erzählt mir am Morgen, dass er kaum geschlafen hat. Kein Wunder – er hat auch nur einen Leintuch-Schlafsack dabei.

Tag 2 – Donnerstag 23.08.2012

Morgens um 5 werden wir mit Koka-Tee geweckt, es gibt Frühstück und um 6 laufen wir auch schon wieder. Der Tag soll heute so hart  werden, dass der Guide vor dem Aufstieg zur Salkantay-Passhöhe ein Motivationstraining für nötig hält. Nach dem wir gemeinsam „Yes we can“ gerufen haben, steigen wir auf 4600m, dem Highpoint unserer Tour auf. Da ich schon so lange in Cusco bin, macht mir die Höhe wenig aus und ich habe viel Zeit für Fotos von dem übertrieben guten Panorama. Photoshooting auf 4600m

Das geht aber nicht allen so, einer muss sich sogar übergeben. Nach der Passhöhe kommt aber erst die Richtige Herausforderung, denn jetzt geht es 6 Stunden abwärts. Aus dem Hochalpinen in den Highjungle. Zuerst gibt es aber nach Stunden abwärts Mittagessen, welches die Köche mitten in der Pampa für uns zubereiten. Küche in der Pampa

Die folgenden 4 Stunden werden wirklich hart, dank drastischen Wechsel zu Jungle-Landschaft ist es aber zu ertragen und ich bin zufrieden als ich am Abend nach dem Essen wieder früh schlafen gehe. Die Nacht ist deutlich wärmer und ich freue mich für Dominik.

Tag 3 – Freitag 24.08.2012

Dieses Mal werden wir erst um halb sechs, dafür aber wieder mit Coca-Tee geweckt. Nach dem Frühstück geht es 6 Stunden entlang eines Flusses. Highjungle am Fluss

Immer wieder kommen mitten in der Landschaft kleine Häuschen, wo Menschen wohnen und uns Kekse verkaufen. Unvorstellbar hier zu leben. Mittagessen gibt es in einem „Ort“ Namens „Playa“ und danach geht es mit dem Bus weiter nach Santa Teresa. Im Campside legen wir nur unsere Sachen ab und fahren dann direkt weiter zu den heißen Quellen. Am Abend ist Camp-Party und bei Bier und Rum-Cola werden die Tänze der verschiedenen Nationalitäten zum Besten gegeben.

Tag 4 – Samstag 25.08.2012

Heute wird erst um 7:00 Uhr aufgestanden, gefrühstückt und dann geht es auch schon los. Leider ist das Wetter heute richtig schlecht. So werden die ersten 5 Stunden bis zum Lunchpoint im Regen ein echter Kampf. Regentag

Danach regnet es zwar immer noch, aber beim Laufen ist es wenigstens warm. Nach weiteren 3 Stunden kommen wir völlig durchnässt in Aguas Calientes an und beziehen unsere Hostelzimmer. Ich kaufe mir erst mal ein zweites, trockenes Paar Wandersocken. Bleibt nur noch das Problem mit den Nassen Schuhen. Am Abend geht die ganze Gruppe gemeinsam Essen und dann früh schlafen. Morgen wird ja auch der wichtigste Tag und alle hoffen auf gutes Wetter, denn eine Gruppe die heute schon am Machu Picchu war hatte dank Regen und Wolken weder Spaß noch Aussicht.

Tag 5 – Sonntag 26.08.2012

Um 4:00 Uhr morgens wird aufgestanden und der Aufstieg mit Taschenlampe zum Machu Picchu über die unzähligen Treppen beginnt. Nach 4 Tagen wandern ist das nochmal eine echte Herausforderung und ich muss mich reißen, um nicht irgendwohin zu sitzen und zu schmollen. Irgendwann ist dann auch das geschafft und wir erreichen endlich Machu Picchu. Nach dem, was ich auf dem Salkantay gesehen habe ist es gar nicht mal so ultra, aber immer noch eines der Highlights. Nach einer Rundführung durch den Guide haben wir Zeit für Fotos und individuelles Erkunden der Ruinen. Am obligatorischen Fotopunkt machen wir sogar ein paar Adams-Fotos, was uns Bekanntschaft mit den Wärtern verschafft. Da ich aber schnell die Speicherkarte aus meinem Foto ziehe bevor sie ihn kontrollieren sind sie „nur“ noch auf meinen Begleiter wütend. Mit etwas Geld lässt sich aber auch das Regeln, man ist ja schließlich in Peru. Das Pflichtbild

Dann ist es auch schon Zeit für die Besteigung des Huayna Picchu, dem Berg den man im Hintergrund von Machu Picchu Fotos immer sieht. Der Aufstieg auf den Berg ist wieder recht hart, dafür ist der Ausblick richtig gut und ich finde sogar einen Geocache. Nach dem Abstieg geht es noch zur Inka-Brücke(1 Stunde laufen) und zum Sungate( 2 Stunden laufen). Schon jetzt spüre ich meine Füße, wegen etlichen Blasen durch die Nassen Schuhe. Trotzdem fehlt noch eine Stunde Abstieg nach Aguas Calientes zurück, was zur richtigen Qual wird. Doch auch das lässt sich dann bewältigen und ich bin erschöpft, doch glücklich als ich mit Peru Rail durch die Nacht zurück in mein neues, vorübergehendes Zuhause fahre.

Kartodromo, Fahrradkauf und Radtour

Dienstag, 21.08.2012

Die letzte Woche war auch die letzte Woche für meinen Spanischunterricht. Am Freitag waren wir gemeinsam mit der Sprachschule bei einem Kartodromo etwas außerhalb von Cusco. War ganz lustig, obwohl die Karts nicht die überragendste Qualität hatten und oft stehen geblieben sind. Auf jeden Fall war es etwas komisch mitten in einem solchem abgelegenen Dorf eine Kartbahn zu finden.

Samstag bin ich auf den Schwarzmarkt gegangen, um mir ein Fahrrad zu kaufen. Habe auch ein richtiges Schnäppchen gefunden. Zwar wie jedes Rad in Peru etwas klein für mich, dafür aber für nur 95 Sol(30 Euro). Auf dem Weg zur Werkstatt, wo ich den Hinterreifen und die Bremsen wechseln wollte, ist leider auch das Tretlager gebrochen, sodass mich die Reparatur am Schluss noch einmal 100 Sol gekostet hat. Nach dem ich dann den Mittag in der Werkstatt verbracht hatte, wollte ich mit dem Rad in mein Viertel fahren, hatte aber auf halber Strecke einen Platten. Also musste ich warten, bis mich ein Taxi mitgenommen hat. Schien irgendwie ein Pechtag zu sein, also daheim schnell ins Bett - nicht das noch was Schlimmes passiert.

Radtour

Am Sonntag wollte ich dann mein Rad ausprobieren. Erst mal aber muss der Reifen geflickt werden danach bin ich mit Nico verbabredet.

Der war aber wohl auf Fiesta und schläft noch, wie eine Frau auf den Hof brüllt: „Nico is sleeping, come on give us a weekend – its Sunday!!“

 

Also gehe ich einfach alleine los. Der erste Bus den ich finde fährt direkt nach Pisac, den nehme ich. Pisac liegt, wie ich dann sehe, in einem Tal mit Fluss. Den könnte man theoretisch entlang fahren, denn entlang eines Flusses geht es immer bergab. Zum Glück habe ich Garmin dabei. Die ersten Kilometer nach Calca sind nicht besonders schön, weil ich am Seitenstreifen der Straße fahre. Entlang der Straße Doch dann fahre ich über eine Brücke etwas nach links in das Talinnere. HängebrückeAuf einmal bin ich wirklich in der Pampa. Menschen nur noch jede Stunde(Kuhhirten) und ab und zu ganz kleine Dörfer. Spanisch spricht hier keiner – nur Quechua. Nach 4 Stunden erreiche ich Urquillos. Hier soll es eine Busstation geben. Der Ort ist aber so klein, dass ich ihn erst mal gar nicht bemerke. It's a me - In Calca Also drehe ich wieder um und suche den Ort (-: . Plötzlich hinter mir ein bellender Hund – kein Problem das kam heute schon oft vor. Kurz Gas geben und der Hund wird aufgeben. Doch dieses Mal nicht… Der Hund gibt auch Gas… Und plötzlich kommt noch einer dazu. Ich trete schon nach beiden Seiten nach den Hunden, sie scheinen wirklich Lust auf beißen  zu haben. Vor mir ist eine Hofeinfahrt aus der schon Gebell zu hören ist, und auf einmal kommen 5 Verfolger. Sieben Hunde verfolgen mich also auf dem Rad und ich gebe alles, um davon zu kommen. Nach ca. ½ Minute Verfolgungsjagd geht es Bergab und ich kann die Hunde abschütteln. Die WeltmetropoleFehlt nur noch die Bushalte. Eine Frau kommt mir entgegen und ich versuche es auf Spanisch. Leider spricht sie wohl nur Quechua, also Gestikulieren und „BrummBrumm“ rufen, dazu „Cusco“ und sie versteht. Sie zeigt mir eine Kreuzung etwas in der Richtung aus der ich gekommen bin. Und da liegen – genau – meine sieben Freunde. Dieses Mal sind sie aber so müde, dass sie mich ganz ohne Bellen durchlassen. Autobahn Nach einer Hängebrücke, die in Deutschland sicher TÜV-Probleme hätte komme ich tatsächlich zu einer belebten Haltestelle. Nach einer Stunde erklärt sich auch der vierte Bus bereit anzuhalten und ich fahre 1 ½ Stunden zurück nach Cusco. Zum Schluss hole ich mir noch ein Hühnchen-Menü, mit Hühnerfuß-Suppe und der Tag ist vorbei.

Am Wilden Fluss

 

Peruanische Mentalität im Stadion, Party Party und krasse Gäule

Dienstag, 14.08.2012

 

Diese Woche habe ich es zwingendermaßen etwas ruhiger angehen lassen, da ich leider etwas krank war. Hatte eine leichte Grippe und musste deshalb etwas pausieren.

Mittwoch Mittag war ich im Fußballstadion und hab mir ein Spiel angeschaut, bei dem es um dei Meisterschaft ging... Die Peruaner hatten in der zweiten hälfte trotzdem keine große Lust mehr zu laufen und das Spiel stagnierte etwas. Ausgestattet mit Chicha morrada(Peruanisches Nationalgetränk aus gekochtem Mais) hat das Zuschauen trotzdem viel Spaß gemacht. Gerade wegen der Motivationslücken. Ist halt Südamerikaner Mentualität. Da ist schon klar, dass die Sanitäter nicht aufs Feld rennen, nur weil der Schiri winkt. Der verletzte muss dann halt selber gehen.

Am Donnerstag ging es dann schon etwas besser und ich wollte Abends gerne zum Panflötenkurs. Leider gab es aber im Stadtviertel unserer Spanischschule einen Stromausfall, sodass der Kurs ausfiel. Stromausfall war sehr interessant, weil plötzlich einige Menschen aus den dunklen Geschäften rannten. Ich gehe mal davon aus, dass die schon alle bezahlt haben, bevor sie gegangen sind....

Freitag waren wir mit der Sprachschule nochmal im Zoo und ich bin auf dem Rückweg aus dem Zoo etwas früher in den Bergen ausgestiegen und dann zurück in die Stadt gewandert.

Markus with Condor, King of the Andees

Am Abend war ich dann noch ein bisschen in der Disco. Eigentlich ist es gut, aber irgendwie auch gemein, denn wir "Gringos" werden überall gratis reingelassen, ohne Kontrollen und bekommen teilweise sogar gratis Shots, während die Peruaner Eintritt zahlen müssen und genau kontrolliert werden.

Cristo Blanco with light

Am Samstag waren wir dann über der Stadt von Cusco grillen. Da war super Ausblick und mann konnte beobachten, wie ausführlich Peruaner entspannen(-: Gewacht hat über alles kein geringer als Jesus selbst, als Statue Cristo Blanco. Danach gings nochmal in die Disco, aber nur noch kurz, weil ich wirklich müde war.

Am Sonntag war ich dann Pferdchen reiten (-: Hört sich unspektakulär an, war aber echt cool. Weniger wegen der Reiterfahrung, weil die Pferde alles alleine gemacht haben, dafür aber wegen dem Weg. Der war nämlich für Pferde eigentlich wirklich unangemessen, weil sehr steil und gefährlich. Trotzdem haben alle überlebt und es war echt spektakulär.

Horse Riding at Saccsyhuman

Nun bleibt mir nur noch eine Woche Spanischkurs, dann eine Woche Salkantay-Trek Wanderung nach Macchu Picchu und dann geht es los mit dem Arbeiten in der Schule.

Grüße aus Peru

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.